Die große Silicon Valley-Tour der Führungskräfte der Axel Springer AG haben wohl auch intern mächtig Eindruck hinterlassen. Schließlich hatte Bild-Chefredakteur Kai Diekmann die Rundreise mit modischen Schnappschüssen der Top-Manager bildreich auf Twitter dokumentiert. Nach den Besuchen der ehrwürdigen Stanford-Universität, von Google, Facebook und eBay schreiten die Springer-Leute jetzt zuhause in Aktion.
Neben seiner Konzernzentrale in Berlin-Kreuzberg wird der Verlag Axel Springer jetzt einen Mediencampus nach dem US-Modell für seine digitalen Tochterunternehmen errichten. Bis zu 3.500 bislang auf verschiedene Standorte verteilte Mitarbeiter sollen zukünftig auf dem 10.171 m² großen “Lindenpark”-Grundstück zwischen Schützenstraße, Axel-Springer-Straße und Zimmerstraße angesiedelt werden. Ein Planungswettbewerb für das Projekt ist jetzt angelaufen. Der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner informierte knapp 20 teilnehmende Architektur- und Planungsbüros zu Wochenbeginn über die weiteren Schritte der Ausschreibung. Im Dezember werde sich eine Jury für einen Siegerentwurf entscheiden, so eine Springer-Sprecherin auf Anfrage des Dienstes ThomasDaily.
Die Novellierung der europäischen Datenschutz-Richtlinie geht nun in die entscheidende Beratungsphase des Europäischen Parlaments. Bis Ende April kann das Parlament Änderungen diskutieren und verabschieden. Im Mai beginnen dann die Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament in Brüssel.
Nach 18 Jahren soll die Europäische Union nun einen neuen, einen einheitlichen Datenschutz bekommen. Dafür legte die EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, Viviane Reding bereits Anfang des vergangenen Jahres einen Entwurf für die neue Verordnung vor, der das EU-Datenschutzrecht endlich auch an das Internetzeitalter anpassen soll. Schließlich basieren die derzeitigen Regeln noch auf einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 1995, als vom Internet noch kaum der Rede war. Weiterlesen
Digitalisierung, NewMedia-Business und die krampfhafte Suche nach neuen und anderen Geschäftsmodellen hat in vielen Häusern den Blick für vorhandene, durchaus ausbaufähige Werte vernebelt. Dezidiertes Wissen und den direkten Zugang zum Kunden bleiben wesentliche Assets für ein erfolgreiches Geschäft. Auch in der Zukunft!
Die Frage „Wie können wir mit dem Wissen über Leser und Nutzer mehr Geschäft generieren? steht im Zentrum vieler aktueller Planungsgespräche in den Verlagen. Weiterlesen
Verlage erfinden sich neu, weil klassische Wachstumsstrategien an ihre Grenzen stoßen. Statt Bestehendes immer weiter zu optimieren, müssen radikal neue Angebote her. Innovationsdruck und Neuorientierung, Veränderungszwang und Wettbewerbshysterie aber lassen vorhandene Werte oftmals viel zu schnell in Vergessenheit geraten. Denn ist es nicht so, dass insbesondere die Kombination „alter“ Stärken mit einer „geerdeten“, klaren Zielvorstellung die besten Wachstumsstrategien und die ertragreichsten Neugeschäfte hervorbringt? Hier ein Beispiel: Weiterlesen
Die Verlage rüsten auf, wenn es um das Wissen ihrer Kunden geht. Schon die Strukturanalyse 2011/2012 von fachmedienberater.de hatte überraschend mit einem Indexwert von 1,95 auf einer Bedeutungsskala (von 1 = sehr wichtig und 5 = unwichtig) die herausgehobene Bedeutung von CRM als eine neue Verlagsdisziplin zu Tage gefördert. Was bislang dem Anzeigenverkauft zur Gewinnung des im Vergleich zum Abonnenten beispielsweise hochwertigeren Mediakunden vorbehalten war findet nun auch Einzug in das Vertriebsmarketing.
Damit stecken auch die Aufgaben des Inhouse-Medienvertriebs mitten in einem dramatischen Veränderungsprozess. Weiterlesen
Die Verschiebungen im sogenannten Displaygeschäft, also dem Verkauf von Onlinewerbung, sind in vollem Gang. Denn beim Real-Time-Bidding (RTB) zählen nur noch für den Nutzer relevante Ad Impressions. Gute und schlechte Platzierungen wie in einem Print-Produkt gehören der Vergangenheit an.
RTB: Das ist vollautomasierter Echtzeit-Verkauf von Werbeflächen in einer Zeit vom 16 Millisekunden. Nicht mehr als die Zeit von drei Flügelschlägen einer Biene braucht die Technologie, um spezifische Interessen und demographische Daten eines Online-Nutzers auf relevanten Sites mit dem Angebot der Werbetreibenden zu vergleichen, zu versteigern und das dementsprechende Werbemittel auf der Site des Meistbietenden auszuliefern. RTB stellt nicht mehr das Werbeumfeld in den Mittelpunkt, sondern das Profil des Kunden. Dazu bedarf es Weiterlesen
Der RHEINGAUER VERLEGERKONVENT ist als Exklusivkonferenz für Verleger, Verlagsgeschäftsführer und Führungskräfte aus der Kommunikationsbranche bekannt geworden. Intensives Networking, kollegialer Austausch und stets brennende Themen haben sie mittlerweile durchaus zu einer kleinen Institution in der Medienbranche werden lassen.
Darauf sind wir übrigens auch sehr stolz. Gibt es doch in der Verlagsbranche viel zuwenige Events, in den das Netzwerken und die persönliche Kommunikation im Vordergrund steht. Schade ist es deshalb, Weiterlesen
Der Suchmaschinen-Leader Google vermeldet für das zweite Quartal des Jahres wieder einmal milliardenschwere Gewinne. Rund 2,8 Mrd. Dollar verdient das Unternehmen mit bezahlten Suchtreffern und grafisch gestalteten Werbeanzeigen. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bestes Beispiel dafür, dass das Mediageschäft nach wie vor prosperiert, auch wenn erste Stimmen aus der Fachmedienbranche wieder über Stagnation oder leichten Rückgang der Printwerbung klagen. Die Marktpartner sind neu und definieren dieses Geschäft anders. Aber das, was das Online-Mediabusiness von Google so interessant für die Werbetreibenden macht, Weiterlesen
Derzeit beraten das Europäische Parlament und der Rat der EU intensiv über die Reform des europäischen Datenschutzrechts. Entgegen der Ankündigung von EU-Kommissarin Viviane Reding anläßlich der DLD-Conference in München, eine neue EU-Datenschutz-Richtlinie würde Sonderregeln für Verlage enthalten, zielt der nun vorliegende Entwurf in aller Konsequenz wieder einmal auf die Verhinderung von Directmarketing und Abo-Werbung. Weiterlesen
